Vom Tag an dem ich beinahe 290 Blätter aus einem fremden Kopierer gelassen hätte.
Ja, mir ist durchaus klar wie viel ich aufzuholen habe…. und ja, ich weiß, dass ich dazu neige wichtige Events nur noch ganz kurz anzuschneiden wenn ich besonders viele davon in einem Blogeintrag zu erzählen habe. Aber ich werde mein bestes geben um euch alles was in letzter Zeit so passiert ist zumindest einigermaßen ausführlich näher zu bringen.
Machen wirs dieses Mal vollkommen unchronologisch und beginnen mit etwas aktuellem: Ashton Kutcher und Demi Moore haben sich getrennt. Wiesooooo? Ihr wart doch so ziemlich das einzige Ehepaar weltweit das mich dazu gebracht hat wenigstens noch ein bisschen an so was wie Liebe zu glauben! Für mich wart ihr das perfekte Paar! Und jetzt solls das gewesen sein? Hättet ihr nicht weiterhin zumindest so tun können als wärt ihr noch zusammen? Um diesen Funken Hoffnung in mir nicht absterben zu lassen?
Haha, Gott sei Dank lesen die Leute die LaGlazios Blog lesen und regelmäßig schlecht machen nicht auch meinen, denn ich will lieber nicht wissen, was sie über diesen Abschnitt gerade eben gesagt hätten xD
Weiter im Text, auch aktuell: Ich bin krank. Kehlkopfentzündung, Stimmbandimeimerung. Das sollte euch zu denken geben, wenn ich euch jetzt dann schildere was ich in der Zeit seit meinem letzten Blogeintrag alles erlebt habe, denn entweder ihr müsstet dann sagen: Ja kein Wunder dass sie krank ist. Oder ihr müsst euch fragen: Und wie hat es zeitlich dann hingehaun krank zu werden? Aber schon mal vorab zu meiner Entschuldigung: Der Arzt hat gesagt ich darf alles machen was ich will, solange ich nur ja kein Wort spreche.
Zu „alles machen was ich will aber nicht sprechen“ hab ich das Opening von Versace for H&M allerdings nicht gezählt, denn ich dachte mir, ob ich jetzt darf oder nicht, wenn ich trotz Krankheit ab 4 Uhr morgens vor einem H&M zittere ist das bestimmt nicht hilfreich zur Genesung. Ein paar Artikelchen aus der Kollektion hab ich allerdings trotzdem bekommen, per Expressbote sozusagen. Es klingelt an der Haustür, ich mach auf ohne zu fragen wer da ist, schließlich hatte ich überhaupt keine Stimme und konnte nicht fragen, und durfte nicht fragen, ärztliches Verbot, und es erwarten mit der Postbote mit einer Lieferung von Topshop, und Kristin und Carina direkt vom H&M. So lässt sich ein Tag doch gerne mal beginnen.
Apropos nicht reden, wie fährt man ohne Stimme Taxi? Man schreibt die Adresse auf einen Zettel. Das reicht den meisten Taxifahrern in München aber nicht, obwohl sie ein Navi im Auto haben wollen die immer noch wissen „Wie fahr ich da am besten?“, also schreibt man einen Zettel mit Adresse, dem bekanntesten näheren Örtchen und der größten Straße die in der Nähe ist auf. Der Taxi-Fahrer meint „Gscheid!“ oder etwas Ähnliches dazu und fährt los. Etwa nach der Hälfte der Strecke merkt man dann, wie der Chauffeur ins grübeln kommt „Ist sie Ausländerin und versteht dich wenn du ihr sagst wie viel es kostet? Hat sie überhaupt Geld? Hat sie Euros oder möchte sie in Pfund zahlen? Was mach ich wenn sie nur Pfund hat? Ist sie Deutsche und kann nur nicht reden? Will sie nur nicht reden? Ist das eine Wette? Fahre ich sie zu einem Bordell?“ Angekommen sagt er dir – auf deutsch – den Fahrpreis und wartet. Und dann kommt es drauf an was für eine Art Taxi-Fahrer du erwischt hast, entweder er gibt dir dein Wechselgeld auf den Cent genau heraus, oder er behält einfach komplett das Geld das du ihm gegeben hast. In letzterem Fall ist es sinnvoll, wenn du jemanden anrufen kannst der dich ohne Worte versteht „Mimi?.... Ah du kannst ja nicht reden…. Wieso rufst du an? Warte…. Um diese Uhrzeit? A) Sie steht auf dich und nein, ihr Stimmverlust ist nicht ansteckend, oder B) Gib ihr das Wechselgeld raus du Schuft! Ich hoffe eins der beiden hat gepasst, gute Nacht!“ Also nicht, dass mir das so passiert wäre, ich wollte nur von stimmlosen Taxi Fahrten erzählen….
Kurzer Einwurf zwischendurch: The Horrors. Kann leider kaum etwas dazu sagen, denn da es mir an diesem Tag besonders schlecht ging hab ich mich in eine Ecke verzogen und sie mir nur angehört, und das nicht sonderlich lange, wie sie also live performen, darüber kann ich euch leider kaum etwas berichten. Über das Selbe Publikum konnte man sich dann aber gleich nochmal ärgern, denn natürlich war die komplette Horrors-Riege auch bei Kasabian zu Gast. Über die kann ich euch mehr erzählen. Also über Kasabian, nicht das Publikum, über das Publikum, zumindest die Hälfte die auch bei den Horrors war, will ich euch nämlich auch gar nicht mehr erzählen *pfuiiii*
Kasabian gehören auf eine große Bühne. Ich mag Club-Konzerte ja lieber als Hallenkonzerte, keine Diskussion, das steht fest. Es sind einfach weniger Menschen da, man fühlt sich der Band näher, man kann auch von hinten was sehen, die Atmosphäre ist im Club ganz anders, usw. Aber es gibt ein paar Bands, die würd ich mir zwar auch jederzeit in einem Club ansehen, die gehören aber einfach auf eine große Bühne. Green Day zum Beispiel. Klar fänd ichs super die beispielsweise mal im 59:1 in München zu sehen (wird niemals eintreten, ich weiß
, aber die Show die sie abliefern geht einfach nur vor vielen, vielen tausend Menschen. Und Kasabian gehören auch in diese Aufzählung. Nein, ich möchte Kasabian auf gar keinen Fall mit Green Day vergleichen, weder musikalisch, noch show-mäßig, noch irgendwas anderes, aber sie gehen auf die Bühne, rocken jedes Publikum, egal wie groß oder klein, aber man hat von Anfang an das Gefühl, dass diese Männer auf einer großen Bühne vor einem großen Publikum zu Hause sind. Ich würde sie mir auch gerne wieder in der Münchner Theaterfabrik geben, aber es wäre tatsächlich eine Überlegung wert sie sich mal in Britain zu geben, nicht nur in der Hoffnung das Vlad the Impaler dann irgendwann tatsächlich in Original auf der Bühne steht, sondern einfach um sie da zu sehen wo sie hingehören: auf einer großen Bühne.
Jetzt versau ich mir den Abgang, aber ich muss es sagen, bzw. schreiben: Wobei es natürlich einfach nur der Hammer wär, wenn Vlad dann tatsächlich auftauchen würde *seufz*….
Letztens hab ich ein Mädchen in der U-Bahn gesehen, also da kam mir echt was hoch. Das hört sich jetzt sehr böse an, aber das ist mein Ernst. Ich hab noch nie so dermaßen eklige Finger gesehen. Und das sag ich nicht nur, weil ich gepflegte Hände mag, meine Nägel sind momentan auch nicht gerade die bestgefeiltesten oder bestlackiertesten und ich hab öfter mal Fehler drin, aber das war echt schrecklich. So genau gesehen, weil es, wie es manchmal in der U-Bahn so ist, sehr, sehr eng war, und man aneinandergedrängt stand. Und sie mit ihren Fingern auf ihrem Handy rumgetippt hat…. Und die waren so schrecklich…. Ungepflegt, aufgerissen, blutig, schlichtweg furchtbar! Was mich aber dann zum nachdenken angeregt hat: Sie hat auf ihrem Handy rumgetippt weil sie mit ihrem, ich zitiere, „Schadz“ geschrieben hat. Und da frage ich mich wieder: Wie kann so ein Mädchen einen Freund haben und ähm…. andere nicht? Wobei ich natürlich nicht von mir rede, denn ich will ja gar keinen Freund. Was euch auch jeder außer meinem besten schwulen Freund bestätigen wird, denke ich…? Häh? Naja, ich glaube er denkt ich würde nur ne Show abziehen und hätte in Wirklichkeit vielleicht doch gern einen.
Wie sieht eigentlich ein Glückstag aus? Das kann ich euch einigermaßen gut beschreiben, da ich so einen erst kürzlich hatte. So ein Glückstag ist eigentlich immer ein Samstag denke ich, muss einfach irgendwie so sein. Und dann wacht man auf, und geht auf Twitter online, um festzustellen, dass einem der Lieblings-Schwulenporno-Star jetzt followed. Das war aber noch nicht alles, er fragt natürlich auch noch nach deiner Adresse, damit er dir ein signiertes Poster von sich zusenden kann. Nach einem Blick in den Spiegel stellst du dann fest, dass du ausnahmsweise mal gar nicht so schlecht aussiehst, und das schon ohne Schminke, mit Make Up und Co ist das ganze sogar noch ne Nummer besser. Du ziehst dir die supertolle neue Unterwäsche an, zum Frühstück gibt’s übrigens deinen Lieblingskuchen, und auch der Rest des Outfits stimmt einfach. Dann triffst du dich mit zwei Freunden um einen Roadtrip zu machen. Nach kurzer Zeit des Fahrens bekommst du eine SMS mit dem Inhalt: „Hab deinen Lottoschein eingelöst, du hast 66 Euro gewonnen.“ Ihr fahrt ohne Vignette durch ein Land in dem ihr eigentlich eine bräuchtet und werdet nicht erwischt (wir haben aber euch echt erst im Nachhinein davon gehört, dass wir eine gebraucht hätten, zu unserer Entschuldigung.), um schließlich vor der Konzerthalle anzukommen zu der ihr wolltet, und einen guten Parkplatz zu kriegen. Dort gibt’s eine Runde Skittels (I just ate some Skittels, wanna taste the rainbow?) und schließlich den Einlass. Ihr seid dort, um euch Rammstein endlich mal live zu geben, kommt in die Halle und traut euren Augen nicht mehr, dieses Schlagzeug kennt ihr ganz genau, die Band deren Flagge über eurer Couch zu Hause hängt ist Vorband und ihr hattet keine Ahnung davon! Gelungene Überraschung. Also sichert man sich noch schnell einen tollen Platz vorne und lässt den Glückstag mit einer gepflegten Runde Deathstars und Rammstein ausklingen. (It’s time for a: Hell yeah!)
Ich habs in der Krankheits-Langeweile-Phase nicht ausgehalten und hab damit angefangen meine Weihnachtsgeschenke einzupacken. Ja ich weiß, ich wollte das nicht vor Dezember machen *seufz* Aber ich bin auch noch nicht ganz fertig. Nur größtenteils. Für Papa zum Beispiel hab ich noch immer nichts besorgt, also auch noch nichts eingepackt. Aber ansonsten bin ich ziemlich zufrieden mit dem einpacken, wobei ich schon sagen muss, dass Nines Weihnachtsgeschenk definitiv mein Masterpiece geworden ist, das sieht echt verdammt hübsch aus, da bin ich tatsächlich mal stolz auf mich selbst, wobei ich so eigentlich voll schlecht im Einpacken bin. Siehe Sasas Geschenk, ich hab versucht zu retten was zu retten ist, aber ich glaube sie sollte die Verpackung lieber nicht beachten und nur auf das Innere Wert legen. Anfang Dezember möchte ich mit allem fertig sein, und dann gibt’s auch wieder ein Foto davon, wie letztes Jahr, letztes Jahr war alles in Schwarz-weiß gehalten, dieses Jahr ist es sehr Winnie-Pooh-trächtig. Also Foto auf Facebook und Twitter, denn hier bin ich ja immer noch zu doof um ein Bild hochzuladen.
Wisst ihr wie man in echte Urlaubsstimmung kommt? Wenn man die aktuelle Tour von Zebrahead mitmacht. Die haben momentan nämlich ein Hawaii-Theme, mit „Aloha“ Girlanden, Bastenröckchen, aufblasbaren Palmen, Blumenketten, alle in Hawaii-Hemden, und sogar einer Strandbar. Jap, mit Strandbar mein ich Strandbar, sie sieht nicht nur so aus wie eine Strandbar, nein, die Jungs haben sich einen Barkeeper mitgebracht, der ihnen auf der Bühne Cocktails mixt, und wer brav und über 18 ist darf vielleicht mal auf einem der Barhocker Platz nehmen. Sehr, sehr gute Idee, sehr, sehr gute Performance, sehr, sehr geile Band! Und: Mit Kids in Glass Houses als Vorband, Topsache! Ja okay, als ich beim Soundtrack von Kigh drin war hätte ich mir gewunschen, dass die Türen einfach weiterhin geschlossen bleiben und sie nur für Susi und mich spielen, aber es war auch mit weiteren Fans ein super Konzert ^^ (jap, die Horrors-Fans sollten sich mehr als nur eine Scheibe davon abschneiden….)
We are the Ocean: „This is our 3rd time in Munich, have you seen us before?“ –“Yeah, 3 times.” Und somit kommen wir zu The Blackout. Relativ spät vor der Halle angekommen, mit den Mädels auf die Seite gestellt zum ratschen, kommt der Drummer raus zum telefonieren. Alle Blicke der wartenden, schön in einer Reihe aufgestellten Fans folgen ihm. Snozzi mitm telefonieren fertig, will wieder reingehen, sieht uns stehen und kommt auf an Ratsch vorbei (= bayerisch für „Ein Gespräch führen&ldquo
. Geht wieder rein und man kann die Welle des Hasses richtig spüren, die einem entgegenschlägt. Ich hoffe die anwesenden Blackout Fans lesen meinen Blog nicht. Kurze Zeit später ist Einlass, was passiert? Die Securities winken uns an den Wartenden vorbei und lassen uns rein. HASS. Mama Mia, an dem Tag haben wirs wohl echt nicht auf neue Freundschaften finden angelegt, was? Drinnen dann erst mal schön Jay umarmt, schließlich hat man ihn länger nicht gesehen. Länger bedeutet vor ca. einem Monat, da war man nämlich noch gemeinsam in einem Hotel in Holland abgestiegen. Dann wurde das Konzert genossen, um anschließend noch gemütlich rumzustehen und zu quatschen. Bis die Securities kamen und alle nach draussen befördern wollten. Alle bedeutet, naja, uns nicht, denn da gibt’s ja noch Gavin mit: „They belong to us.“ Also im Großen und Ganzen kann man wohl von einem wirklich gelungenen Abend sprechen ^^
Gott sei Dank mag ich meinen Job sehr gerne (wer mag schon seinen Job? Ne im Ernst, klar, früh aufstehn ist doof, aber I like what I’m doing!), sonst würde ich jetzt wohl darum betteln, dass mir jemand einen Vertrag anbietet um wöchentlich für eine gern gelesene Zeitschrift über Groupietum zu berichten. Aber ich würd das natürlich auch jederzeit noch gerne nebenbei machen ^^ Apropos Nebenjob: Hab ich heute schon meinem Sold als Werbemensch Tribut gezollt? In diesem Sinne: Ich hoffe ihr habt alle schon schön fleißig „Ganz entschieden unentschieden“, den Debut-Roman von Simone Bauer, erschienen beim Schwarzkopf & Schwarzkopf Verlag, gekauft. Wenn nicht: Bitte machen! Und was ich euch auch noch empfehlen möchte: Also angeblich läuft ja „Submarine“ jetzt in den deutschen Kinos. Ich hab euch vor ein paar Monaten von diesem Film erzählt, nämlich als ich ihn mir auf DVD gekauft habe, so Juni - August rum dürfte das gewesen sein, joa, wie gesagt, jetzt anscheinend in deutschen Kinos, also ab! losgehen und anschaun!
Hat jemand mal einen Kaktus für mich? Ein Kaktus? Irgendjemand?