Kleine Sammlung meiner selbstgeschriebenen- und Lieblingsgedichte und Texte....
Die Kälte um mich herum schüttelt meinen Körper,
sie lässt ihn Sekunde für Sekunde ein Stück weitergefrieren.
Die Ablehnung um mich herum schüttelt meine Gefühle,
sie lässt sie Sekunde für Sekunde weiter einfrieren.
Das Leben um mich herum schüttelt niemanden.
Keiner mehr fühlt es,
es ist alles verschwunden,
nur eines bleibt zurück,
das Eis.
Mimi Murder
~Tonlos~
Ich höre Geräusche wo keine sind,
ich sehe Schatten fortgetragen vom Wind.
Ich fühle kalten Atem in meinem Nacken,
doch hinter mir nichts als ein leises Knacken.
Ich sehe Handabdrücke auf meiner Haut,
und höre Schreie, durchdringend und laut.
Ich fühle wie mein Schweiß auf den Boden tropft,
doch vor mir formt sich aus rotem Blut ein Kopf.
Immer klarer wird das Gebilde,
und in meinen Gedanken nur noch eine Silbe.
Ich blicke nach oben
und sehe mich selbst, der Erde enthoben,
hängend an einem Seil,
im Schuppen zwischen Hammer und Beil,
die Augen geöffnet, starr vor Schreck,
der Körper zerkratzt, voll mit blutigem Dreck.
Ich schreie die Silbe hinaus in die Welt,
höre noch wie ein Polizeihund neben mir bellt,
entgleite dem Tatort durch ein gleißendes Licht,
das meine Seele in zwei Teile bricht.
Tod....
Mimi Murder
~Fata Morgana~
Leise schwankt er dahin,
keuchend und doch ohne Ton.
Angstschweiß rinnt von seiner Stirne.
Furcht spiegelt sich in seinen Augen,
wie blaue Saphire schimmernd, doch silber,
so trübe wie ein Sandsturm vergangener Tage.
Trauer kennzeichnet sein Gesicht.
Verloren in einer Welt,
die nicht wie die unsere scheint,
sieht er Menschen wie dich und mich,
die existieren und doch nicht sind.
Tausend Gedanken in seinem Kopf,
schwirren umher wie ein einziger.
Niemand kann seine Mauer durchbrechen,
doch er wartet und wartet aufs Glück.
Einsam, verlassen, und doch mutig,
schreitet er sein Leben allein.
Vermisst die Heimat die er nie hatte,
und wartet, und wartet,
in Ewigkeit.
Mimi Murder
~Kain~
Er geht nicht mehr
als Ackermann über die Felder,
braucht keine Keule.
Er fragt nicht mehr
in anmaßender Weise,
ob er der Hüter sein solle
seines Bruders.
Er ist nicht mehr,
unstet und flüchtig.
Er trägt Masken,
dem eigenen Gesciht
aus dem Gesicht geschnitten.
Eine heißt Gleichgültigkeit.
Walter Helmut Fritz
~Traumstrudel der Wirklichkeit~
Sie greifen nach mir - Nacht für Nacht
Sie fesseln mich - Nacht für Nacht
Sie verstummen meine Schreie - Nacht für Nacht
Sie verebben meine Lieder - Nacht für Nacht
Schweißgebadet wache ich auf
Doch war es ein Schlaf?
Ich sehe sie aus den Türen gehen
Schlafe ich noch oder ist es wirklichkeit?
Ich weiß, wenn ich ihre dunklen Gesichter noch einmal sehe,
Wenn sie mir nur noch einmal ihren nächtlichen Besuch abstatten
- Egal ob Traum, ob Wirklichkeit -
Ich werde nie wieder erwachen.
Mimi Murder
~Ein Versuch zu entfliehen~
Wie er fragend umhersieht,
suchend sih wendet,
versucht zu verstehen
und doch nichts weiß.
Sein Blick schweift in die Ferne,
doch er sieht nichts als Leere,
seine Gedanken fallen über ihn her.
Traurigkeit wurzelt,
sich fest um sein Herz,
hält ihn im Bann,
lässt ihn nie los.
Verzweifelt versucht er
sich loszureissen
doch der schwarze Umhang
lässt ihn nicht gehn.
Seine Arme rudern
seine Beine stehn steif.
Nun sieht er sich selbst
weit in der Ferne
alleingelassen,
im ewigen Tod.
Mimi Murder